Kein Mensch ist illegal! Von Abschied und Ankunft

WanderausstellungMenschen in Bewegungam Gymnasium Bruckmühl

Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Freiwillig oder erzwungen? Wie erfolgt das Ankommen an einem neuen Ort? Freundlich oder reserviert? Welchen Folgen hat Migration für die Herkunftsländer, welche für die Ankunftsregionen? Diese, und weitere Fragen, thematisiert die Ausstellung „Menschen in Bewegung“, die das P -Seminar Geographie (Leitung: Elisabeth Nilges) in der Aula des Bruckmühler Gymnasiums installiert hat. Zur Auftaktveranstaltung stellte Olga Khudoshina (Friedrich-Ebert-Stiftung) die fünf Säulen der Wanderausstellung vor: Arbeitsmigration, Bildung, Irreguläre Migration, Binnenmigration, und Flucht.

„Migration ist ein uraltes Menschheitsthema, und die menschliche Sehnsucht nach einem Leben in Sicherheit und Frieden uneingeschränkt nachvollziehbar. Sie verlangt von allen Seiten Offenheit und ein respektvolles Miteinander, um zu gelingen“, so Olga Khudoshina, angesichts ihrer persönlichen Biographie – gebürtige Russin, Ehemann aus Marokko, wohnhaft in Deutschland - quasi Expertin par excellence.

In einem anschließenden Rollenspiel übten die Gäste den Perspektivenwechsel: Was wäre, wenn ich nicht das Privileg der deutschen Staatsangehörigkeit hätte? Wenn ich in meiner Heimat religiös verfolgt wäre? Wenn der Klimawandel die natürlichen Lebensgrundlagen meiner Heimat so irreversibel zerstört hätte, dass ich in Europa Schutz suchen müsste?

Die Komplexität und Aktualität des sensiblen Themas „Migration“ brachte dieser sorgfältig und umsichtig gestaltete Abend, zu der der AK Catering (Leitung: Veronica Suttner) kulinarisch seinen charmanten Beitrag leistete, eindrucksvoll zur Geltung.

In Intensiv-Workshops wird das neunköpfige P-Seminar Geographie allen Jahrgangsstufen am Bruckmühler Gymnasium die Migrationsthematik anschaulich näherbringen. Bis zum 8. April kann die Ausstellung „Menschen in Bewegung“ auch von der Bruckmühler Öffentlichkeit besucht werden, vormittags von 9 bis 12 Uhr, sowie am Dienstag und Donnerstag zwischen 15 und 17 Uhr.

                                                                                                                                                                  Text: C. Buxot